UA-17105194-1 Außergewöhnliche Belastung | Posten in der Einkommensteuererklärung | Buchhalterseele

Außergewöhnliche Belastung

#1850 Außergewöhnliche Belastungen

Bei diesen Ausgaben handelt es sich um Privatentnahmen des Unternehmers. Für Teilhafter wird das Konto #1950 Außergewöhnlche Belastungen verwendet. Diese Konten dürfen nur bei Personennunternehmen verwendet werden.
22.6.2017

(Ein wenig mehr) Zumutbare Belastung

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat seine Rechtsprechung geändert und die Berechnung der zumutbaren Belastung zugunsten der Steuerpflichtigen neu geregelt. Danach wird die zumutbare Belastung nur noch gestaffelt berechnet und nicht mehr nach dem Prozentsatz, der sich für den Gesamtbetrag der Einkünfte ergibt. Hintergrund: Außergewöhnliche Belastungen, wie z.B. Krankheitskosten, sind zwar steuerlich […]
18.1.2016

Masterstudium als Erstausbildung

Ein Masterstudium ist jedenfalls dann Teil einer einheitlichen Erstausbildung, wenn es zeitlich und inhaltlich auf den vorangegangenen Bachelorstudiengang abgestimmt ist (sog. konsekutives Masterstudium). Die Folge: Auch nach Abschluss des Bachelorstudiums kann ein Anspruch auf Kindergeld bestehen, unabhängig davon, ob das Kind nebenher arbeitet oder nicht. Hintergrund: Eltern von erwachsenen Kindern […]

Außergewöhnliche Belastungen

Definition: Einer einzelenen Person entstehen im privaten Bereich durch außergewöhnliche Umstände höhere Aufwendungen als „dem Rest der Bevölkerung“.

Erläuterung: Die außergewöhnliche Belastung (agB) ist in § 33 EStG geregelt. Der Gesetzgeber will mit der steuermindernden Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen unzumutbare Härten bei der Einkommensteuer vermeiden. Auf Antrag (=in der ESt-Erklärung) kann der Teil der Aufwendungen, der die zumutbare Belastung übersteigt, vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen wird. Aufwendungen erwachsen zwangsläufig, wenn man sich ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen.

Merkmale: Belastung, Außergewöhnlichkeit, Zwangsläufigkeit dem Grunde nach, Notwendigkeit und Angemessenheit.

Beispiele:

  • Krankheitskosten
  • Scheidungskosten
  • Beerdigungskosten
  • Unwetter / Hochwasserschäden
  • Behinderten-Pauschbetrag
  • Aufwendungen für behindertengerechten Umbau
  • Pflege und Heimunterbringung
  • Unterstützung Bedürftiger
  • Ausbildungskosten

Zumutbare Belastung

Außergewöhnliche Belastungen wirken sich erst steuermindernd aus, wenn sie die zumutbare Belastung übersteigen. Die zumutbare Belastung richtet sich nach:

  • der Höhe des Gesamtbetrags der Einkünfte,
  • der anzuwendenden Steuertabelle (Grund-, bzw. Splittingtabelle),
  • der Kinderzahl und
  • liegt zwischen einem und sieben Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte.
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