Außergewöhnliche Belastung

#1850 Außergewöhnliche Belastungen

Bei diesen Ausgaben handelt es sich um Privatentnahmen des Unternehmers. Für Teilhafter wird das Konto #1950 Außergewöhnlche Belastungen verwendet. Diese Konten dürfen nur bei Personennunternehmen verwendet werden.
14.5.2018
Buchhalterseele Steuerrecht Außergewöhnliche Belastung

Außergewöhnliche Belastung – Krankheitskosten

19.3.2018
Buchhalterseele Steuerrecht Pflegekosten

Kürzung von Pflegeheimkosten

31.10.2017
Außergewöhnliche Belastung verteilen nicht möglich

Verteilung von außergewöhnlichen Belastungen auf mehrere Jahre?

Verteilung von außergewöhnlichen Belastungen auf mehrere Jahre?

Außergewöhnliche Belastungen

Definition: Einer einzelenen Person entstehen im privaten Bereich durch außergewöhnliche Umstände höhere Aufwendungen als “dem Rest der Bevölkerung”.

Erläuterung: Die außergewöhnliche Belastung (agB) ist in § 33 EStG geregelt. Der Gesetzgeber will mit der steuermindernden Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen unzumutbare Härten bei der Einkommensteuer vermeiden. Auf Antrag (=in der ESt-Erklärung) kann der Teil der Aufwendungen, der die zumutbare Belastung übersteigt, vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen wird. Aufwendungen erwachsen zwangsläufig, wenn man sich ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen.

Merkmale: Belastung, Außergewöhnlichkeit, Zwangsläufigkeit dem Grunde nach, Notwendigkeit und Angemessenheit.

Beispiele:

  • Krankheitskosten
  • Scheidungskosten
  • Beerdigungskosten
  • Unwetter / Hochwasserschäden
  • Behinderten-Pauschbetrag
  • Aufwendungen für behindertengerechten Umbau
  • Pflege und Heimunterbringung
  • Unterstützung Bedürftiger
  • Ausbildungskosten

Zumutbare Belastung

Außergewöhnliche Belastungen wirken sich erst steuermindernd aus, wenn sie die zumutbare Belastung übersteigen. Die zumutbare Belastung richtet sich nach:

  • der Höhe des Gesamtbetrags der Einkünfte,
  • der anzuwendenden Steuertabelle (Grund-, bzw. Splittingtabelle),
  • der Kinderzahl und
  • liegt zwischen einem und sieben Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte.
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